CZ    DE Wanderplan 2005 Fotoalbum 25. Triebeltalwanderung 2005 12-km-Strecke 22-km-Strecke 32-km-Strecke Freunde und Unterstützer Gästebuch anschauen Kontakt / Impressum Wo liegt eigentlich Triebel?

22 km Strecke

Nachdem die 12 km Wanderer rechts hinauf nach Schönbrunn weiterwandern, schreiten wir auf dem Bergbaulehrpfad und auf dem Triebler Rundwanderweg geradeaus. Neben den grün-weißen und gelb-weißen Wandermarkierungen deuten auch schwarz-weiße Pfeile darauf hin, dass hier nicht nur gewandert, sondern auch dem Trialsport gefrönt wird. Von diesem schmalen romantischen Wanderpfad aus hat man herrliche Ausblicke hinein in das Triebelbachtal. Drüben am Gegenhang ducken sich kleine Häuser von Bösenbrunn in die Landschaft, eine Bank lädt zum Verweilen ein. Das in der Karte verzeichnete Streithaus, ein alter Waldweiler, kann man nur noch an den alten Obstbäumen erahnen, die hier auf einer Lichtung stehen. Weiter hinten erkennen wir die für diese Landschaft so typischen bewaldeten Diabaskuppen um das Otterhaus.

Bald geht es wieder bergab, hinein ins Tal der Triebel und wir erreichen den ersten Kontrollpunkt. In der sonntäglichen, morgendlichen Stille empfangen uns Wanderer fröhliche Akkordeonklänge. Hier unten plätschert die Triebel munter auf den letzten Kilometern durch das sich verengende Trogtal, ehe sie bei Türbel in die Weiße Elster fließt. Unsere Blicke gleiten den schönen Wiesengrund hinab, wo sich die Triebel mit ihren vielen Mäandern dahinwindet. Nur Einheimische wissen, dass zu DDR-Zeiten hier Pläne entstanden sind, eine Bahnstrecke in das Tal zu legen, um den Abtransport der Gesteinsmassen aus dem Bösenbrunner Steinbruch zu forcieren. Gott sei Dank ist dies nicht passiert, das Tal wäre für alle Zeiten verschandelt geworden.

Nachdem wir uns gestärkt haben, stapfen wir den Eisenweg, einen steilen Hohlweg hinauf, zur "Grünen Tanne", so nennt man das ehemalige Huthaus, wo bis in die 20er Jahre des nunmehr vorigen Jahrhunderts nach Eisen und Kupfer gegraben wurde. Wer mehr wissen will, studiert die Hinweistafel.

Die 32 km Wanderer verlassen uns nach links und wir wandern steil hinab, vorbei an weiteren bergbaulichen Hinweistafeln, ins Triebelbachtal, diesem besonders reizvollen Naturidyll. Nicht umsonst hat sich der veranstaltende Verein 1980 diesen Namen gegeben. Wir überqueren den sich dahinschlängelnden und lustig murmelnden Bach in der Hoffnung, dass diese Ruhe niemals gestört wird oder höchsten durch ein fröhliches Lachen von Wanderern.

An einem Wegabzweig geht es weiter talwärts. Auf einem schmalen Pfad, der manchmal den Bach fast berührt, wandern wir in Richtung Türbel. Vor einem einsamen Gartengrundstück stoßen zu uns die 32 km Wanderer und gemeinsam nehmen wir den Anstieg am rechtsseitigen Talhang hinauf nach Magwitz in Angriff. Von hier oben bietet sich wiederum ein herrlicher Blick auf die Autobahnbrücke Pirk und das im Tal liegende Örtchen Pirk. Damals 1980, zur ersten Triebeltalwanderung, befand sich hier am Bahnhof Start und Ziel. Es ist sozusagen das Ursprungswandergebiet der Triebeltalwanderung.

Wir erreichen auf dem Bergbaulehrpfad Magwitz. Links drüben thront das ehemalige barocke Rittergut des Ortes über dem Elstertal. Die Wanderstrecke führt mitten im Ort neben Dorfteich und ehemaligen Dorfwirtshaus vorbei die Straße hinüber nach Planschwitz. Nur wenige wissen, dass diese Felder zwischen den beiden Orten zu den bekanntesten Fundstellen von Fossilien im Vogtland gehören.

Viele kennen den Ort Planschwitz nur von seinem im Mai stattfindenden Apfelblütenfest her. Der Dorfname kommt aus dem Altsorbischen und hieß Plonswicz, und plonc heißt übersetzt "wilder Apfelbaum". Kurz vor dem Rittergut führt uns links ein Fahrweg aus dem Ort hinaus. Von dem blau-weiß markierten Wanderweg aus haben wir einen herrlichen Blick hinunter auf die Pirker Talsperre.

Endlich erreichen wir die Planschwitzer Linde. Hier lädt der letzte Kontroll- und Verpflegungspunkt zum Verweilen ein. Auf dieser freien Höhe (465 Meter) sollten wir uns aber wirklich etwas Zeit nehmen, um die beeindruckenden Landschaftsbilder zu genießen. Unter der altehrwürdigen Linde sitzend, können wir bei guter Sicht die Schönecker Höhen sehen, erkennen aber garantiert in der Elsteraue die zwei Türme der Oelsnitzer Kirche St. Jacobi. Etwas nachdenklich wird man schon unter so einem Baum, der sicherlich schon viel mehr in seinem Leben gesehen hat als wir Wanderer.

Nach der Stärkung nehmen wir den letzten Abschnitt unter die Füße. Nochmal geht es bergan bis hinauf zum Unglückspöhl, einer bewaldeten Diabaskuppe. Schnell wandern wir hinein nach Schönbrunn, ein typisches ehemaliges Bergbau- und Bauerndorf und überqueren im Ort die Straße nach Oelsnitz. Dort weisen zwei alte Loren aus der Flußspatgrube auf die rege Bergbautätigkeit in dieser Gegend hin. Vorbei am Betriebsgelände der Firma UTR führt die Strecke hinüber nach Lauterbach. Unten im Tal biegen wir rechts ab und wandern auf dem schnurgeraden Wegstück hinauf zum Huthaus.

Sollte es die Sonne gar zu gut meinen, so sei ermunternd festgestellt, dass es der letzte Anstieg auf unserer Wanderung ist. Wir stürzen uns aber nicht in die Pinge, einen mit Wasser gefüllten Bergbautrichter, sondern wandern gemeinsam mit den Wanderern der kleinen Strecke weiter Richtung Ziel.

Weiter geht es auf der 12-km-Strecke.